Über Plant-for-the-Planet
Plant-for-the-Planet ist eine weltweite Klimaschutzinitiative, die 2007 von dem damals neunjährigen Felix Finkbeiner gegründet wurde. Die Organisation befähigt Kinder und Jugendliche durch Klimabildung zum aktiven Handeln und hat bis heute über 100.000 Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit in 76 Ländern ausgebildet. Gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften treibt die Organisation die wissenschaftsbasierte Wiederherstellung biodiverser Wälder voran. Neben der praktischen Renaturierungsarbeit entwickelt die Initiative Open-Source-Software zur Professionalisierung von Renaturierungsprojekten. Zudem setzt sich Plant-for-the-Planet politisch für effektiven Waldschutz und globale Klimagerechtigkeit ein.
Felix Finkbeiner (* 8.Oktober 1997) ist der Sohn des Unternehmers und Club of Rome Mitglieds Frithjof Finkbeiner und der Textilingenieurin Karolin Finkbeiner. Aufgewachsen ist er in Pähl und Uffing am Staffelsee. Ab der vierten Klasse (2006-2015) besuchte er die Munich International School in Starnberg. 2018 schloss er sein Studium im Fach Internationale Beziehungen mit einem Bachelor an der University of London ab.
Als der damals 9-jährige Felix Finkbeiner 2007 in der vierten Klasse ein Referat über die Klimakrise ausarbeitete, befasste er sich auch mit dem Wirken der kenianischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai. Diese hatte mit ihrer Bewegung "The Green Belt Movement" in Afrika in 30 Jahren ca. 30 Millionen Bäume gepflanzt. 2006 hat sie sich zum Ziel gesetzt, mit Unterstützung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen unter dem Motto "Plant for the Planet" 1 Milliarde Bäume pflanzen zu lassen.
Am Ende des Referats forderte Felix seine Mitschüler auf: "Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen!"
Im März 2007 pflanzte er dann zusammen mit Mitschülern an der Grundschule in Tutzing einen Baum und startete eine Aktion zur Unterstützung der UNEP-Kampagne, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Dazu stellte die Global Marshall Plan Initiative unter seinem Vater Frithjof Finkbeiner die Website plant-for-the-planet.org und 1 Million Flyer zur Verfügung, die von den Schülerinnen und Schülern verpackt und an 7.000 Schulen verschickt wurden. Die Aktion hatte Erfolg: Bereits nach einem Jahr waren in ganz Deutschland 150.000 Bäume gepflanzt.
2008 wurde Felix bei der internationalen UNEP-TUNZA-Kinderkonferenz in Norwegen in den Kindervorstand gewählt.
2011, im Alter von 13 Jahren, durfte er sogar vor den Vereinten Nationen eine Rede halten. Bei dieser Gelegenheit traf er auch mit der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai zusammen.
2011 übergab die UNEP die gemeinsam mit mit Wangari Maathai gegründete "Billion Tree Campain" an Felix Finkbeiner´s Stiftung "Plant-for-the-Planet".
Der Erhalt bestehender Wälder und ihre Wiederherstellung gehören zusammen mit der Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu den wirksamsten Maßnahmen für den Klimaschutz. Mit Hilfe der selbst entwickelten Renaturierungsplatform pp.eco , auf der mehr als 300 Organisationen vertreten sind, konnten bereits mehr als 100 Millionen Bäume finanziert werden.
Die Stärkung von Kindern und Jugendlichen ist eine wesentliche Säule von Plant-for-the-Planet. Ziel ist es, jungen Menschen auf der ganzen Welt das Wissen, die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen zu vermitteln, um Veränderungen für eine faire und nachhaltige Zukunft anzustoßen. Die Stiftung möchte, dass sie Teil der Lösung sind. Über 100.000 Kinder und Jugendliche in 76 Ländern haben an deren Akademien teilgenommen und sind dadurch Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit geworden.
Neben der Wiederherstellung von Wäldern in Mexiko, Ghana und Spanien unterstützt die Stiftung die weltweite Renaturierungsarbeit mithilfe von selbstentwickelten digitalen Produkten. Sie sind kostenlos und weltweit verfügbar. Sie helfen dabei, Waldbrände zu bekämpfen, die Biodiversität zu erhöhen und die Entwicklung der gepflanzten Bäume zu überwachen.
Auch die Gute Schokolade hilft beim Klimaschutz. Pro fünf verkaufte Tafeln Schokolade wird ein Baum finanziert. Seit dem Verkaufsstart vor über 10 Jahren konnten bereits über 11 Millionen Bäume gepflanzt werden.
Aus Plant-for-the-Planet ist durch Felix’ Idee eine weltweit tätige Organisation geworden, die bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für die eigene Wirkmächtigkeit entfacht und die globale Renaturierung vorantreibt. Im Jahr 2020 wurde die Organisation mit dem Westfälischen Friedenspreis, 2024 mit dem UN SDG Action Award in der Kategorie „Impact“ ausgezeichnet und 2025 mit dem UNESCO-Preis „Nationaler Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ gewürdigt.
Frühere Auszeichnungen:
Für sein Engagement erhielt Felix Finkbeiner 2009 die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt.
Zwei Jahre später war er laut Guardian einer der 20 Green Giants und laut Focus einer der 100 einflussreichsten Deutschen.
2013 erhielt er den Bürgerkulturpreis des Bayerischen Landtags.
Ein Jahr später wurde er mit dem Deutschen Kulturpreis ausgezeichnet.
2015 wurde er von Reader`s Digest zum Europäer des Jahres ernannt.
2016 wurde er von JCI, einem weltweit operierenden Mischkonzern, als einer der Ten Outstanding Young Persons of the World bezeichnet.
2018 wurde ihm von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Im Oktober 2024 hielt Felix Finkbeiner sogar an der Universität Passau einen Vortrag, bei dem er zum Handeln aufrief. Denn die Zeit drängt: Aktuell gibt es rund drei Billionen Bäume auf der Welt. "Es waren aber schon mal doppelt so viele", erklärte der 27-Jährige. Auf dieses Niveau könne man zwar nie mehr wieder zurückkehren, eine Analyse habe jedoch gezeigt, dass man den weltweiten Bestand um 1,2 Billionen erhöhen könne. "Diese zusätzlichen Bäume würden maßgeblich dabei helfen, die Klimakrise anzupacken", betonte Felix Finkbeiner.
(Foto: PNP vom 10.10.2024 / Veröffentlichung gestattet)
Fazit: Wenn die Politik versagt, ist ein 9-jähriger Schuljunge gefragt...