Die Gretas des Südens

 

 

Während im Norden Greta Thunberg die Massen für den Kampf gegen den Klimawandel mobilisiert, erfolgt dies im Süden durch drei weitere junge Frauen. Diese sind nämlich schon heute von den Folgen des Klimawandels unmittelbar betroffen und haben ständig mit Fluten und Hitzewellen zu kämpfen.

Sie sind führende Stimmen aus dem globalen Süden, die zur Weltklimakonferenz COP26 nach Glasgow angereist sind, um den an den Schalthebeln der Welt sitzenden Herrschaften die Dringlichkeit des Problems deutlich zu machen.

 

 

 

Post von Mitzi Jonelle Tan (Philippinen) auf Twitter

 

 

 

Mitzi Jonelle Tan (24) lebt auf den Philippinen, wo Taifune und Sturmfluten von jeher zu ihrem Leben gehörten. Ihre Familie ist gezwungen, sogar nachts Radio zu hören, um Warnungen vor Sturmfluten mitzubekommen und sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können.

Vor vier Jahren entschloss sie sich, den Kampf gegen den Klimawandel aufzunehmen, was jedoch auf den Philippinen eine gefährliche Angelegenheit ist, zumal schon viele Aktivisten verhaftet wurden oder sogar für immer verschwanden. Auch sie selbst wurde schon mal von der Polizei festgenommen.

Dennoch will sie ihren Kampf fortsetzen, da es auf den Philippinen ein Sprichwort gibt:

"Wenn deine Augen geöffnet worden sind, ist es eine Sünde, sie wieder zu schließen."

 

 

 

Post von Vanessa Nakate (Uganda) auf Twitter

 

 

Vanessa Nakate (24) aus Uganda wurde auch bei uns bekannt, nachdem sie den Medien, die sie aus einem gemeinsamen Foto mit Greta Thunberg herausgeschnitten hatten, Rassismus vorgeworfen hatte. 

In Glasgow wurde sie ziemlich entmutigt: "Wir ertrinken in Versprechen." Deshalb appellierte sie an die Deligierten, das angestrebte 1,5 Grad-Ziel unbedingt einhalten zu wollen, da ein Überschreiten in Uganda auch für gesunde Menschen ein Todesurteil bedeuten könnte.

 

 

 

 

Post von Elizabeth Wathuti (Kenia) auf Twitter.

 

 

Elizabeth Wathuti (26) aus Kenia pflanzt Bäume. So soll sie mit der von ihr gegründeten Green Generation Initiative und anderen jungen Menschen bereits mehrere Zehntausend Bäume gepflanzt haben. In Glasgow warnte sie in ihrer Rede bei der Eröffnungszeremonie: "Die Entscheidungen, die ihr hier trefft, werden mitbestimmen, ob die Obstbäume, die wir pflanzen, gedeihen oder eingehen"... "Ich glaube daran, dass wir in der Lage sind, das Richtige zu tun, wenn wir es nur zulassen, es in unseren Herzen zu spüren. Also öffnet eure Herzen und handelt!"

 

 

Greta Thunberg hat in Glasgow die Deligierten zum Handeln aufgefordert: "No more Bla- Bla- Bla..!"

Ganz offensichtlich hatten die vier Aktivistinnen jedoch - wie eigentlich zu erwarten war - wenig Erfolg... Leider, denn China und Indien legten sich quer, weshalb es bei unverbindlichen Zusagen blieb. Demnach auch weiterhin "Bla- Bla- Bla..!"

 

 

 

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© Hubert Fenzl